Dermatologie für Hund und Katze in Köln
Haut, Fell und Ohren: Diagnostik und Behandlung im Tiergesundheitszentrum an der Flora
Dein Hund kratzt sich ständig, Deine Katze putzt sich kahle Stellen ins Fell oder die Ohren riechen unangenehm? Hautprobleme gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Tierarztpraxis. Anhaltender Juckreiz ist für Dein Tier eine echte Belastung, und oft steckt mehr dahinter als eine oberflächliche Reizung.
Im Tiergesundheitszentrum an der Flora in Köln Nippes kümmern wir uns um Erkrankungen von Haut, Fell und Ohren. Unser Ziel ist es, die Ursache zu finden, statt nur die Beschwerden zu lindern.
Dein Ansprechpartner: Dr. Oliver Braun
Für die Dermatologie ist bei uns Dr. Oliver Braun zuständig. Er ist Tierarzt mit Schwerpunkt Dermatologie und begleitet Dich und Dein Tier von der ersten Untersuchung bis zur langfristigen Betreuung.
Hauterkrankungen brauchen oft einen langen Atem. Allergien und chronische Ohrenentzündungen lassen sich selten mit einem einzigen Termin lösen. Ein fester Ansprechpartner, der den Verlauf Deines Tieres kennt, ist dabei ein großer Vorteil.

Woran erkennst Du Hautprobleme bei Deinem Tier?
Achte auf folgende Anzeichen:
• häufiges Kratzen, Lecken, Beknabbern oder Scheuern
• gerötete Haut, Pickel, Pusteln oder Krusten
• Haarausfall oder kahle Stellen
• Schuppen, fettiges oder stumpfes Fell
• Kopfschütteln, Kratzen an den Ohren oder unangenehmer Geruch aus dem Ohr
• dunkle, krümelige oder eitrige Beläge im Ohr
• Verfärbungen der Haut oder neue Knoten und Schwellungen
Katzen zeigen Juckreiz oft nicht durch Kratzen, sondern durch übermäßiges Putzen. Kahle Stellen am Bauch oder an den Innenseiten der Beine können ein Hinweis darauf sein.
Schnell zu uns solltest Du kommen, wenn sich eine nässende, schmerzhafte Stelle innerhalb kurzer Zeit ausbreitet, das Gesicht plötzlich anschwillt, zum Beispiel nach einem Insektenstich, Dein Tier den Kopf schief hält oder Gleichgewichtsprobleme zeigt oder wenn sich die Ohrmuschel prall mit Flüssigkeit füllt (Blutohr).
Häufige Hauterkrankungen bei Hund und Katze
Allergien
Allergien sind eine der häufigsten Ursachen für Juckreiz. Man unterscheidet vor allem drei Formen:
• Flohspeichelallergie: Schon einzelne Flohstiche können starken Juckreiz auslösen. Beim Hund ist oft der Rücken vor dem Schwanzansatz betroffen, bei Katzen zeigen sich häufig viele kleine Krusten.
• Umweltallergie (atopische Dermatitis): Das Tier reagiert auf Stoffe wie Hausstaubmilben oder Pollen. Typisch ist Juckreiz an Pfoten, Gesicht, Ohren, Achseln und Bauch.
• Futtermittelallergie: Das Immunsystem reagiert auf Bestandteile des Futters, meist auf bestimmte Eiweiße. Betroffen sind vor allem Haut und Ohren, manchmal auch der Magen-Darm-Trakt.
Die Anzeichen der verschiedenen Allergien ähneln sich stark. Deshalb ist eine sorgfältige Abklärung wichtig, bevor eine langfristige Behandlung beginnt.
Parasiten: Flöhe und Milben
Flöhe, Milben und Haarlinge können die Haut stark reizen. Ohrmilben sind besonders bei jungen Katzen häufig und verursachen dunkle, krümelige Beläge im Ohr. Die Sarkoptesräude beim Hund geht mit extremem Juckreiz einher, ist ansteckend und kann vorübergehend auch beim Menschen juckende Hautveränderungen auslösen.
Demodex-Milben leben dagegen in geringer Zahl ganz normal auf der Haut. Probleme entstehen erst, wenn sie sich stark vermehren, zum Beispiel bei jungen Hunden oder bei geschwächter Abwehr.
Bei Flöhen ist auch die Umgebung wichtig: Der Großteil einer Flohpopulation lebt nicht auf dem Tier, sondern als Eier, Larven und Puppen in Körbchen, Teppichen und Polstern.
Bakterielle Infektionen und Hautpilz
Bakterielle Hautinfektionen (Pyodermie) entstehen meist nicht von allein, sondern als Folge einer anderen Erkrankung, etwa einer Allergie oder eines Parasitenbefalls. Zur Behandlung gehört deshalb immer auch die Suche nach der Grundursache.
Hautpilz (Dermatophytose) zeigt sich oft durch runde, schuppige und haarlose Stellen und kommt häufig bei jungen Katzen vor. Wichtig zu wissen: Hautpilz ist auf den Menschen übertragbar.
Ohrenentzündungen
Eine Entzündung des äußeren Gehörgangs (Otitis externa) zeigt sich durch Kopfschütteln, Kratzen, Rötung und Geruch. Häufig steckt eine Allergie dahinter. Enge oder stark behaarte Gehörgänge und Hängeohren begünstigen die Erkrankung zusätzlich.
Wird eine Ohrenentzündung nicht konsequent behandelt, kann sie chronisch werden. Der Gehörgang verdickt sich dann dauerhaft und die Behandlung wird schwieriger. In schweren Fällen ist eine Operation nötig, die wir in unserer Chirurgie durchführen.
Hormonell bedingte Hautveränderungen
Beidseitiger, gleichmäßiger Haarausfall ohne starken Juckreiz kann auf eine hormonelle Erkrankung hindeuten, zum Beispiel auf eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Cushing-Syndrom beim Hund. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit unserer Inneren Medizin zusammen.
Knoten und Umfangsvermehrungen der Haut
Nicht jeder Knoten in der Haut ist harmlos, und nicht jeder bösartige Tumor sieht gefährlich aus. Mit einer Feinnadelaspiration, also einer Zellprobe mit einer dünnen Nadel, lässt sich oft schon eine erste Einschätzung gewinnen. Muss ein Tumor entfernt werden, übernimmt das unsere Chirurgie.

So finden wir die Ursache
Hauterkrankungen sehen sich oft zum Verwechseln ähnlich. Eine sichere Diagnose entsteht deshalb meist Schritt für Schritt:
• ausführliches Gespräch: Seit wann bestehen die Beschwerden, treten sie zu bestimmten Jahreszeiten auf, was frisst Dein Tier und sind andere Tiere oder Menschen im Haushalt betroffen?
• gründliche Untersuchung von Haut, Fell und Ohren
• Untersuchung von Haut- und Ohrproben unter dem Mikroskop in unserem hauseigenen Labor, um zum Beispiel Milben, Bakterien oder Hefepilze zu finden
• Pilzkultur bei Verdacht auf Hautpilz
• Blutuntersuchungen, etwa um hormonelle Ursachen abzuklären
• Gewebeprobe (Biopsie) bei unklaren oder schweren Veränderungen
• Ausschlussdiät, wenn eine Futtermittelallergie infrage kommt
• Allergietests
Eine Futtermittelallergie lässt sich nur über eine Ausschlussdiät sicher feststellen, Bluttests sind dafür nicht zuverlässig. Allergietests helfen vor allem dabei, die Behandlung einer bereits festgestellten Umweltallergie gezielt zu planen.
Behandlung: so individuell wie Dein Tier
Bei Hautproblemen gibt es nicht die eine Behandlung, die für alle passt. Was einem Tier hilft, ist beim nächsten vielleicht nicht die richtige Wahl. Neben der Ursache und dem Schweregrad spielen auch Alter und Charakter Deines Tieres eine Rolle, und ebenso Dein Alltag: Kannst Du regelmäßig ein Shampoo anwenden? Lässt sich Deine Katze Tabletten geben? Ist eine Futterumstellung im Haushalt gut umsetzbar?
Deshalb erarbeiten wir die Behandlung gemeinsam mit Dir. Wir erklären Dir, welche Möglichkeiten es gibt, was sie bewirken und welcher Aufwand damit verbunden ist. Dann suchen wir zusammen den Weg, der zu Deinem Tier und zu Dir passt. Das kann zum Beispiel ein spezielles Shampoo, eine Futterumstellung, eine konsequente Behandlung gegen Parasiten oder ein Medikament gegen den Juckreiz sein.
Viele Hauterkrankungen, vor allem Allergien, sind nicht heilbar, lassen sich aber gut kontrollieren. In regelmäßigen Kontrollterminen schauen wir gemeinsam, wie es Deinem Tier geht, und passen die Behandlung bei Bedarf an.
Häufige Fragen zur Dermatologie
Kann ich mich bei meinem Tier anstecken?
Bei einigen Hauterkrankungen ja. Hautpilz ist auf Menschen übertragbar, und Sarkoptesmilben können vorübergehend auch beim Menschen Juckreiz auslösen. Allergien und Demodex-Milben sind dagegen nicht ansteckend. Besteht ein Verdacht, besprechen wir mit Dir, worauf Du im Haushalt achten solltest.
Wie lange dauert eine Ausschlussdiät?
In der Regel mindestens acht Wochen. In dieser Zeit darf Dein Tier ausschließlich das festgelegte Futter bekommen, also auch keine Leckerlis, Kauartikel oder Essensreste. Schon kleine Ausnahmen können das Ergebnis verfälschen.
Ist Kortison bei Juckreiz sinnvoll?
Kortison wirkt schnell und zuverlässig gegen Juckreiz und kann kurzfristig sehr hilfreich sein. Bei längerer Gabe kann es jedoch Nebenwirkungen haben. Heute gibt es zusätzlich weitere Medikamente gegen Juckreiz. Welche Behandlung zu Deinem Tier passt, entscheiden wir individuell.
Darf ich mein Tier mit normalem Shampoo baden?
Besser nicht. Die Haut von Hund und Katze hat einen anderen pH-Wert als die Haut des Menschen, und Shampoos für Menschen können sie zusätzlich reizen. Bei Hautproblemen empfehlen wir Dir ein passendes medizinisches Shampoo.
Warum kommt der Juckreiz immer wieder?
Häufig liegt eine Allergie zugrunde, die sich nicht heilen, aber gut kontrollieren lässt. Wird nur der Juckreiz behandelt und nicht die Ursache, kehren die Beschwerden oft zurück. Deshalb lohnt sich eine gründliche Abklärung.
Dermatologie in Köln: Wir sind für Dich da
Dein Tier kratzt sich, verliert Fell oder hat immer wieder Probleme mit den Ohren? Wir nehmen uns Zeit, gehen den Beschwerden gemeinsam mit Dir auf den Grund und stellen einen Behandlungsplan zusammen, der zu Deinem Tier und Deinem Alltag passt.

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